Systemische Struktur- und Organisationsaufstellungen …

Firmenstrukturen, Teams, Kundenbeziehungen und Familien sind vielschichtige Systeme mit einer komplexen Eigendynamik. Überall da, wo Menschen in Beziehungen miteinander treten, hören sie auf, ausschließlich Individuen zu sein - sie werden Teil eines Systems. Systeme sind aber mehr als die Summe der Einzelpersonen, aus denen sie bestehen: Sie funktionieren nach eigenen Regeln und können Ihre Ziele sowie Pläne Ihres Unternehmens / Ihrer Abteilung stark beeinflussen.

Systemische Struktur- und Organisationsaufstellungen sind eine sehr wirkungsvolle und schnelle Methode, um herauszufinden, was Sie blockiert und behindert. Sie erkennen so, was gebraucht wird und erschließen sich die nächsten Handlungsschritte. Das schenkt Ihnen Kraft und wirkt sich positiv auf Ihr Anliegen aus.

Ablauf und Wirkung von systemischen Struktur- und Organisationsaufstellungen:

Zuerst klären wir in einem Gespräch gemeinsam Ihr Anliegen. Hierbei schildern Sie mir Ihre Situation sowie die wichtigsten Hintergründe und erläutern mir Ihr Ziel, welches Sie mit der Aufstellung verfolgen.

Daraus leitet sich für mich ab, welche Teile Ihres Systems aufgestellt werden. Dies können unter anderem Teammitglieder, KundInnen, Familienmitglieder, Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen, Ziele, Erfolg, Hindernisse, Entscheidungsalternativen, Standorte, Verhaltensmuster oder Krankheiten sein. Es können also sowohl Personen als auch abstrakte Elemente aufgestellt werden.

Je nach Form der Aufstellung suchen Sie für die einzelnen Teile entweder Repräsentanten (menschliche StellvertreterInnen) aus und stellen diese intuitiv im Raum auf oder Sie legen Blätter (sogenannte Bodenanker) für die einzelnen Teile Ihres Systems im Raum aus. Auch für sich selbst stellen Sie eine(n) RepräsentantIn auf bzw. legen Sie einen Bodenanker aus. Für den Fall, dass mit Bodenankern gearbeitet wird, nehme ich nacheinander jeweils die verschiedenen Rollen ein und repräsentiere die einzelnen Teile Ihres Systems.

Danach suchen Sie sich einen Platz im Raum, wo Sie das Geschehen gut beobachten können.

Bereits das erste Aufstellungsbild zeigt, in welchen Bereichen Handlungsbedarf und Verbesserungspotentiale bestehen.

Die RepräsentantInnen (dies bezieht sich immer auch auf die Bodenanker) werden im Laufe der Aufstellung immer wieder nach ihrer Körperwahrnehmung und ihren Gefühlen innerhalb des aufgestellten Systems befragt. Und obwohl die RepräsentantInnen i.d.R. weder Sie – die / den KlientIn – noch die aufgestellten Personen / Elemente kennen, nehmen sie Körperempfindungen sowie Gefühle wahr, die nicht zu ihnen selbst, sondern zu der Person / zu dem Element gehören, für welche(s) sie stellvertretend stehen. Die RepräsentantInnen spüren körperlich die Wirkung des Platzes in dem System, an dem sie stehen. Dies kann sich beispielsweise in sicherem / unsicherem Stand, Kälte, Wärme, Enge, Weite, Wohlbefinden, Unwohlsein, Schauer, Druck, Unsicherheit, Angst, Ärger oder Wut ausdrücken. Dieses Phänomen wird als „repräsentierende Wahrnehmung“ bezeichnet.

Auf den Aussagen der RepräsentantInnen baue ich den Veränderungsprozess auf, bei dem ich die RepräsentantInnen im Raum umstelle. Die Umstellungen haben den Zweck, für die Beteiligten eine bessere Konstellation zu finden. Ziel ist, dass möglichst alle Teile Ihres Systems – und insbesondere Sie als KlientIn – einen passenden, kraftvollen und freien Platz einnehmen. So entsteht am Ende ein kräftiges Lösungsbild.

Abschließend kommen Sie in die Aufstellung rein und nehmen Ihren eigenen Platz wieder ein, um das Lösungsbild als gutes, neues Bild in Ihr Leben integrieren zu können.

Bild„Philosophie in Aufstellungen“